Das politische Spiel um Spitzbergen
Neuer Polarabend im Ishavsmuseet
Das politische Spiel um Spitzbergen
Am Freitag, den 21. November um 19:00 Uhr, wird der Svalbard-Veteran Birger Amundsen ins Ishavsmuseet kommen, um einen Vortrag über das politische Spiel um Svalbard zu halten.
Russland betrachtete Spitzbergen im nördlichen Arktischen Ozean stets als potenzielle Bedrohung für seine Stützpunkte auf der Kola-Halbinsel. Daher existierte ein geheimer Militärplan zur Eroberung des Archipels im Falle eines Krieges mit dem Westen.
Nach dem Einmarsch in die Ukraine 2022 wurde den Russen die strategische Bedeutung Spitzbergens erneut bewusst. In diesem Vortrag werden Sie in das politische Spiel um Spitzbergen vom Zweiten Weltkrieg bis heute hineingezogen. Sie begegnen Spionen und Überläufern, Konsuln und KGB-Agenten, Botschaftern und Bergleuten. Amundsen enthüllt zudem die sowjetischen Pläne während des Kalten Krieges, Spitzbergen mithilfe sowjetischer Bergleute zu besetzen.
Die Frage, die sich heute stellt, ist, ob Wladimir Putin es wagen wird, die Kontrolle über Spitzbergen zu erlangen, indem er den Flughafen bei Longyearbyen besetzt.
Birger Amundsen (geb. 1948) ist seit fünfzig Jahren eng mit Spitzbergen verbunden – als Ingenieur, Journalist, Redakteur, Fotograf und Autor. Neben seinen vielen Jahren in Ny-Ålesund und Longyearbyen nahm er an zahlreichen wissenschaftlichen, historischen und filmischen Expeditionen durch den Archipel teil. Darüber hinaus veröffentlichte er mehrere Bücher über Spitzbergen, produzierte eine Reihe von Filmen und war neun Jahre lang (2005–2013) Redakteur der Svalbardposten.
Im Anschluss an Amundsens Vortrag wird im Museumscafé Arktischer Saibling mit passenden Beilagen serviert. Eine Anmeldung zum Abendessen ist erforderlich.

