Film und Abendessen mit Hirschgulasch im Ishavsmuseet
Am Sonntag, dem 4. Oktober, hat das Ishavsmuseet einen winzigen Filmschatz aus dem Archiv ausgegraben.
Der Film, der heute im Konferenzsaal gezeigt wird, handelt von der ersten norwegischen Expedition, die im Sommer 1932 Luftaufnahmen von Ostgrönland anfertigte. Der Film wird um 14:00 Uhr und um 15:00 Uhr gezeigt.
Diese Sommerexpedition im Jahr 1932 und die Luftaufnahmen waren zweifellos ein strategisch wichtiger Teil der norwegischen Bemühungen, Sympathie und Fortschritte für Norwegens Ansprüche auf dieses Gebiet zu gewinnen. Ein Gebiet, das den norwegischen Trappern so viel bedeutete.
Das für diese Expedition ausgewählte Schiff war das Flaggschiff der neu gegründeten Gesellschaft mit beschränkter Haftung A/S Polarbjørn, deren Hauptaktionäre Peter S. Brandal und die Bergener Firma GC Rieber & Co A/S waren. Die „Polarbjørn“ war zu jener Zeit das robusteste und beste Schiff der Polarbjørn-Flotte.
Für Luftaufnahmen stand ihnen ein einmotoriges Lockheed-Flugzeug mit dem Namen „Qarrtsiluni“ (LN-ABD) zur Verfügung, das Konsul Lars Christensen in Sandefjord zur Verfügung stellte. Für Luftbeobachtungen und Aufklärungsflüge verfügte die Expedition außerdem über ein doppelstöckiges Flugzeug vom Typ Spartan (LN-ABG), das der Fabrikbesitzer Joh. H. Andresen von Tiedemans Tobaksfabrik A/S durch erhebliche finanzielle Unterstützung der Expedition ermöglichte.
Die Luftbildfotografie war eine der Hauptaufgaben der Expedition. Doch die Expedition brachte auch Wissenschaftler mit, die in Eirik Raudes Heimatland viele weitere wichtige Aufgaben wahrnahmen: Geologie, Zoologie, Ozeanographie, Botanik, Astronomie und Archäologie. Nicht zu vergessen der junge norwegische Gouverneur Helge Ingstad. Und ja, die Expedition umfasste auch einen Maler, der die bodengestützten fotografischen Beobachtungen ergänzte.
Zusätzlich transportierte die „Polar Bear“ auch Hilfskräfte für die zahlreichen norwegischen Fangstationen – und nicht zuletzt Hunde für diese Stationen. Insgesamt befanden sich 54 Männer an Bord des Schiffes, obwohl nur Platz für 42 vorhanden war.
Das Museumsrestaurant serviert diesen Sonntag von 13 bis 17 Uhr Hirschgulasch.

