Polarabend im Ishavsmuseet, 22. September, 19:00 Uhr: „… Teil des Königreichs Norwegen“. Wie Spitzbergen norwegisch wurde.
Thor Bjørn Arlov besucht am Freitag, den 22. September um 19:00 Uhr das Arktische Museum und eröffnet damit eine neue Runde der beliebten Polarabende. Der erste Polarabend im Herbst steht unter dem Motto Spitzbergen.
Von Barentsz' Entdeckung des Archipels im Jahr 1596 bis 1920 galt Spitzbergen als terra nullius – ein Land ohne Land. Der Spitzbergenvertrag von 1920 übertrug Norwegen die Souveränität, und fünf Jahre später trat er in Kraft; Spitzbergen wurde, wie es im Gesetz heißt, „Teil des Königreichs Norwegen“. Es war keineswegs selbstverständlich, dass Norwegen die Souveränität über den Archipel erlangen würde. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es ergebnislose internationale diplomatische Verhandlungen über den sogenannten „Spitzbergen-Fall“. Im Zusammenhang mit der Pariser Friedenskonferenz forderte die norwegische Regierung die Souveränität über Spitzbergen, und so geschah es. Wie konnte das 1920 möglich sein, was nur fünf Jahre zuvor noch aussichtslos schien?
In diesem Vortrag wird die politische Geschichte Spitzbergens und der Prozess, der zum Spitzbergenvertrag vom 9. Februar 1920 und zur norwegischen Übernahme am 14. August 1925 führte, beschrieben. Außerdem wird erörtert, inwieweit der Vertrag der norwegischen Herrschaft über den Archipel Grenzen setzte und wie sich diese Herrschaft bis heute entwickelt hat.
Thor Bjørn Arlov ist Seniorberater an der NTNU und außerordentlicher Professor für Geschichte am Universitätszentrum in Svalbard, UNIS. Er hat eine Reihe von Büchern und Artikeln zur arktischen Geschichte veröffentlicht, darunter „The History of Svalbard“ (2003) und „The Right Man — the Story of the Governor of Svalbard“ (2013).
Nach Arlovs Vortrag findet wie gewohnt ein Abendessen im Museum statt. Diesmal gibt es Klippfisch mit passenden Beilagen. Eine Anmeldung zum Abendessen ist erforderlich.

