1898 war ein wegweisendes Jahr für die Fischer von Sunnmøre. Severin Brandal, Vater von Peter S. Brandal, leistete Pionierarbeit beim Aufbau der Robbenfischerei vor Sunnmøre. Beide Männer hatten schon seit Jahren beim Kabeljaufischen in Finnmarka beobachtet, dass die dortigen Rochen mit Robbenhäuten und -tran beladen waren.
Severin wollte das unbedingt ausprobieren, und sein Sohn Peter wollte auch mitmachen. Sie beschlossen, sich für die Robbenjagd auszurüsten.
So wurde die „Minna“ 1898 eisverstärkt und für die Robbenjagd ausgerüstet. Severin stach am 28. April 1898 mit der „Nils Liaaen“ als erstem Schiff in See. Am nächsten Tag folgte Peter S. mit der „Minna“, und ein drittes Schiff, die „Sleipner“ unter Kapitän Jonas Fuglevik, stieß am 13. Mai hinzu. Dies war der Beginn einer neuen und wichtigen Handelsroute für ganz Sunnmøre und insbesondere für die Dörfer Brandal und Ålesund. Im ersten Jahr schlossen sie sich Bogenschützen aus dem Norden an, um Erfahrungen auf dem Arktischen Ozean zu sammeln. Für die Pioniere aus Sunnmøre waren sowohl das Gehen auf dem Eis als auch die Jagd auf Pelztiere völlig neu.


