Inferno in Weiß! Eine farblose Eiswüste vor einem kalten Horizont. Knirschende, brechende Eisschichten. Und Kälte – eine beißende, unerbittliche Kälte. So erlebten Ragnar Thorseth, Jørn Eldar Fortun, Trygve Berge und Eskimo Ekaksak Amagoalik ihre zweimonatige Reise zum Nordpol. Die Aufregung, die Ungewissheit darüber, was hinter der nächsten Eisschicht lauerte, und ein eiserner Wille prägten die Mentalität der Vier, als sie sich ihren Weg nach Norden bahnten – immer weiter nach Norden.

Eine Hölle bei minus 54 Grad

Im Jahr vor der Nordpolexpedition versuchte ich, mich jeden Tag mental vorzubereiten. Ein Gedanke, der mir immer wieder durch den Kopf ging, war: Bereiten Sie sich auf das Schlimmste vor. Stell dir vor, das Eis, die Kälte und die Not werden schlimmer sein als alles, was du je erlebt hast und was du dir vorstellen kannst.

Denn egal, wie schlimm ich mir die Reise auch vorgestellt hatte, in Wirklichkeit war sie noch etwas schlimmer.