Es ist der Umfang von Ragnar Thorseths Lebensweg, der ihn als Mensch und Abenteurer auszeichnet. Als junger Mann ruderte er allein über die Nordsee. 75 Jahre nach Roald Amundsen durchquerte Thorseth die Nordwestpassage. Er leitete eine Expedition, die den Nordpol erreichte.
Eine abenteuerliche Umweltreise wurde zunächst nach New York und dann weiter in die Stadt der Umweltkonferenzen, Rio de Janeiro, mit dem Nachbau des Wikingerschiffs „Gaia“ unternommen. Ragnar Thorseth beging 1975 das große Auswanderungsjubiläum, indem er mit dem Schoner „Cleng Peerson“ von Norwegen nach New York segelte.
In Spitzbergen komplett durchgefroren
Ragnar Thorseth war ein Familienmensch, der sich zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen auf dem Schiff „Havella“ in Spitzbergen einfrieren ließ. Und zusammen mit seiner Frau Kari restaurierte und leitete er viele Jahre lang das Fischerdorf Håholmen.
Überquere die Ozeane mit einem Wikingerschiff
Forschungstheoretiker debattierten über die Möglichkeit, doch mit dem Roman „Saga Siglar“ bewies Ragnar Thorseth in der Praxis, dass Wikingerschiffe die Weltmeere überqueren konnten. So fand er seinen Platz unter den Pionieren. Ragnar Thorseth erfuhr gewiss Misstrauen und Kritik. Dieses Schicksal teilt er mit anderen, die ihren eigenen Weg gehen. Doch er war stets ein realistischer Fantast, der trotz all seiner Träume und Abenteuerlust mit beiden Beinen fest auf dem Boden – oder im Boot – stand.