Die Robbenjagd wird an unserer Küste seit Jahrtausenden betrieben. Robben waren leicht zu fangen und lieferten viel nahrhafte Nahrung für die wachsende Küstenbevölkerung, wobei wahrscheinlich schon damals das Fett am wichtigsten war.
Das Fett der Robbe war die wichtigste Heizquelle. Es spendete auch Licht. Der reichliche Vorrat an Speck und Fleisch war für die Küstenbewohner lebenswichtig, um dort auch im Winter überleben zu können.
Größere und stärkere Schiffe
Mit dem Wachstum der Boote und der Möglichkeit, größere Seegebiete zu befahren, verlagerte sich die Fischerei auf die arktische See. Diese Fischerei fand hauptsächlich im Arktischen Ozean, in der Gegend um Spitzbergen und auf Nowaja Semlja, statt. Dabei wurde im Wesentlichen alles gefangen, was vor die Fänge kam: Robben, Wale, Walrosse, Rentiere, Vögel, Daunen und Eisbären. Um 1910, als die Sunnmøringan begannen, neue, größere und robustere Schiffe speziell für die Robbenjagd zu bauen, wandelte sich die arktische Seefischerei hin zur reinen Robbenjagd. Von nun an kann man sagen, dass diese Industrie systematischere Formen annahm. In den ersten Jahren nutzten sie ihre Fischerboote für die Robbenjagd. Diese Boote waren nur mit Segeln angetrieben und 55 bis 70 Meter lang.


