Eine sowjetische Forderung. Eine norwegische Expedition.

Neuer Polarabend im Ishavsmuseet, Freitag, 24. April, 19:00 Uhr

Moskau, 6. Mai 1926. Die Sowjetunion verabschiedete eine neue Souveränitätspolitik für arktische Gebiete. Diese Politik impliziert die sowjetische Souveränität über Franz-Josef-Land. Sie stellt wichtige norwegische Wirtschaftsinteressen sowie die norwegische Auffassung zur internationalen Rechtspraxis der Annexion herrenloser Gebiete in Frage.

Norwegen wurde in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die sowjetischen Souveränitätsforderungen sollten mit militärischen Mitteln beantwortet werden. Die Besetzung der Victoria-Insel sollte der Schlüssel zum Vormarsch gegen Franz-Josef-Land sein. Im Zentrum dieser Ereignisse standen zwei Schlüsselfiguren der Wissenschaft: Adolf Hoel und Gunnar Horn.

Vor diesem dramatischen Hintergrund präsentiert der Autor Svend Otto Remøe am Freitag, den 24. April, sein neues Buch im Ishavsmuseet.
„Eiszeit – Der Kampf um die Arktis“ ist eine dramatische Geschichte über eine wenig bekannte Seite des norwegischen „Arktis-Imperialismus“. Gleichzeitig bietet sie Einblicke in die Beziehungen zwischen den beiden Ländern und die zunehmende Bedeutung der Arktisbeziehungen in der Zwischenkriegszeit.

Svend Otto ist der Enkel des berühmten arktischen Seefahrers Sigvald Remøy. Er selbst lebt in Hamar, besuchte aber jeden Sommer seinen Großvater auf Remøya. Dort hörte er viele Geschichten von der Robbenjagd, die ihn geprägt hatten.

Svend Otto Remøe hat zuvor Fanget i polarisen (2018) veröffentlicht und setzt mit dieser Geschichte über die Grenzstreitigkeiten im Norden mit Norwegens östlichem Nachbarn fort.

Ein Bacalao-Buffet mit drei verschiedenen Bacalao-Sorten wird von 17:00 bis 21:00 Uhr serviert. Vortrag von 19:00 bis 20:00 Uhr.  Hier klicken für Tickets