Vortrag und Moschusochsenbraten im Ishavsmuseet am Freitag, den 20.11. um 19:00 Uhr: Polarabend über Ernest Shackleton
Wir reisen hinaus, jung und neugierig. Erleben die Natur, erleben Gefahren, überleben, schließen Freundschaften. Wir sind ein oder zwei Jahre fort und kehren dann nach Hause zurück. Doch wir sind nicht mehr dieselben wie damals. Wir vergessen nicht. Das Eis, die Kälte, die Mühen, der Wind, der draußen vor dem Zelt heult. Finger, die vor Kälte steif und nutzlos sind. All das lässt einen sich selbst verfluchen, weil man hinausgegangen ist. Man kann es nicht vergessen. Aber genau das ist es auch, was einen immer wieder zurückzieht.
Es ist Winter 1916, und Frank Wild, der Stellvertreter des britischen Polarforschers Ernest Shackleton, versucht, den anderen Männern Mut und Hoffnung einzuflößen. Sie liegen unter zwei Rettungsbooten auf einem windumtosten Felsvorsprung einer unbewohnten Insel vor der Küste der Antarktis und warten auf Shackletons Rettung.
100 Jahre Erinnerung
Es ist hundert Jahre her, dass der Brite Ernest Shackleton den Versuch unternahm, als Erster die Antarktis von Küste zu Küste zu durchqueren.
Per Sennels – der in der Gemeinde Røyken in Buskerud lebt – hat ein anderes Polarbuch geschrieben.
über diese Expedition. Freitag, 20. November Er besucht das Ishavsmuseet mit einem Vortrag und einer Buchpräsentation.
1911 erreichte Roald Amundsen den Südpol. Damit gab es in der Antarktis nur noch eine große Herausforderung: die Durchquerung des riesigen, weißen Kontinents von Küste zu Küste.
Sir Ernest Shackleton beschloss, als Erster diese Heldentat zu vollbringen.
Doch schon auf dem Weg in die Antarktis fror sein Schiff, die in Norwegen gebaute „Endurance“, im Eis ein, und vor genau hundert Jahren waren die 28 Mann an Bord gezwungen, das Schiff zu verlassen.
Währenddessen bereiteten andere Mitglieder der Expedition auf der anderen Seite der Antarktis die Vorräte vor, die Shackleton für die Durchquerung der Antarktis benötigen würde. Sie wussten nichts vom Scheitern der Expedition und arbeiteten mit vollem Einsatz, um ihren Teil der Aufgabe zu erfüllen.
Einer der großen
Per Sennels hat einen dokumentarischen Roman über diese Expedition geschrieben. Gestützt auf umfangreiches Quellenmaterial erzählt er die Geschichte einer Expedition, die vielen unbekannt ist, und eines Mannes, der zwar nicht jedem bekannt ist, aber zu seiner Zeit weltberühmt war, mit den großen Polarforschern verkehrte und den Roald Amundsen für den vielleicht größten von allen hielt.
Und zum ersten Mal in norwegischer Sprache schildert der Autor detailliert die Bemühungen der Männer, die das Depot anlegten, das Shackleton nie brauchen würde; wie sie kämpften, wie sie es schafften und welchen hohen Preis sie für ihren Teil der Expedition zahlen mussten.
Musk auf der Speisekarte
Nach Sennels Vortrag am kommenden Freitag wird im Museumscafé ein besonders exklusives und seltenes Gericht serviert: Moschussteak. Zwei gute Gründe also, das Ishavsmuseet diesen Freitag zu besuchen. Der Museumsleiter Webjørn Landmark freut sich, diese Rarität anbieten zu können. Wer das exklusive Moschussteak probieren möchte, muss sich im Ishavsmuseet anmelden.

