„Die Erfahrungen der arktischen Bevölkerung“ in einer Neuauflage
Johannes Almes Buch über die Erfahrungen der arktischen Bevölkerung ist nun in einer Neuauflage erschienen. Das Buch wurde 2009 von Tapir Publishing veröffentlicht und war innerhalb kürzester Zeit vergriffen.
Das Ishavsmuseet in Brandal veröffentlicht nun eine zweite Auflage des Buches. Museumsdirektor Webjørn Landmark erklärt, das Museum sei glücklich und stolz, das Buch neu auflegen zu können. Da die erste Auflage schnell vergriffen war, bestehe großes Interesse und Nachfrage. „Als der Verlag bereit war, die Rechte an das Buch an das Ishavsmuseet zu übertragen, gab es für uns keinerlei Zweifel an der Veröffentlichung einer Neuauflage“, so Landmark.
Dieses Buch vermittelt Wissen über die Gefahren des Eises, und die Robbenfänger selbst erzählen ihre Geschichten. Die Darstellung basiert auf umfangreichen und gründlichen Recherchen zur Geschichte derer, die von etwa 1900 bis heute im Arktischen Ozean arbeiteten. Der Autor greift auf sein eigenes Wissen zurück, doch ebenso zentral sind die zahlreichen persönlichen Zeugnisse ehemaliger Robbenfänger. Aus verschiedenen Epochen und Seegebieten geben sie uns Einblick in die Dramatik und die Gefahren der Robbenjagd. Die Geschichten stammen aus Neufundland, der Dänemarkstraße, dem Westeis, dem Osteis, dem Weißen Meer, dem Nordeis und der Region um Spitzbergen.
Webjørn Landmark im Ishavsmuseet betont, dass die Erfahrungen der arktischen Bevölkerung nach wie vor von großer Bedeutung sind. Der Autor beschreibt, wie sich das Eis auf den verschiedenen Feldern im Hochland über 100 Jahre hinweg verhalten hat. Dieses Wissen ist wichtig für all jene, die heute im Hochland nach neuen Industriezweigen suchen.
„Die Erfahrungen der Arktisbewohner“ ist ein wichtiger Beitrag zur norwegischen Polargeschichte. Das Buch bietet einen guten Einblick in das Leben der Arktisbewohner, die gegen das gefährliche Eis ankämpften, aber auch in das Leben an Bord, die gelungenen Reisen und die heiteren Geschichten.
Im Ishavsmuseet werden die Inhalte dieses Buches aktiv genutzt, um jüngeren Generationen unsere stolze arktische Geschichte zu vermitteln.
Johannes Alme erklärt, dass „Die Erfahrungen der arktischen Völker“ aus dem Forschungsprojekt PetroArctic von Professor Sveinung Løset an der NTNU und Professor Ove Tobias Gudmestad an der UNS hervorgegangen ist. Die in „Die Erfahrungen der arktischen Völker“ vermittelten Erkenntnisse sind zeitlos und bieten dem Leser einen guten Einstieg in die Herausforderungen, denen die arktischen Völker in ihren Fischgründen begegneten.
Aufgrund des vielen positiven Feedbacks zur ersten Auflage wage ich zu behaupten, dass das Buch das Thema gut darstellt. Besser wäre es zu sagen, dass es keine Bilder von Blut oder toten Robben enthält, fügt der Autor mit einem Augenzwinkern hinzu.
Sowohl Alme als auch Landmark sind zuversichtlich, dass sich das Buch weiterhin gut verkaufen wird, und es dürfte ein tolles Weihnachtsgeschenk für alle sein, die sich für Polarforschung interessieren, Wurzeln in der Robbenjagd haben oder sich über das Reisen mit dem Boot im Eis informieren möchten.

