Modernes Bootshaus für das Arktisschiff "Aarvak"

Die Lösung für das Gebäude, das das Arktisschiff „Aarvak“ im Ishavsmuseet in Brandal beherbergen wird, steht fest. Ein modernes Glasgebäude wird das Schiff schützen und gleichzeitig die Umgebung optisch aufwerten.

 

 

„Wir sind mit dem Endergebnis sehr zufrieden“, sagt Ottar Haakonsholm, Vorstandsvorsitzender des Ishavsmuseet.
Gemeinsam mit den Projektpartnern stellte er am 7. September die Pläne für das neue Gebäude vor. Es soll ein 12 bis 13 Meter hohes Gebäude mit einer Grundfläche von 550 Quadratmetern werden, das künftig das Arktisschiff „Aarvak“ der Firma Brandal beherbergen wird. Es ist eines von zwei Arktisschiffen, die sich derzeit in Norwegen befinden.
„Die Idee ist, dass das Gebäude eine Schutzwirkung haben und als eine Art Schutz dienen soll. Gleichzeitig soll es aber auch ein Objekt sein, das Interesse weckt“, sagt die Bauarchitektin Oddhild Fausa vom Architekturbüro Solheim og Søvik AS, das für die Planung verantwortlich ist.
Moderne
Laut dem Unternehmen war es wichtig, ein modernes Gebäude zu schaffen, das auch etwas über sein Inneres verrät. Dies wurde durch großflächige Glasfronten an Teilen der Wände erreicht, die Einblicke von außen ermöglichen. Da die Masten des Lastkahns sehr hoch sind, wurden sie durch das Dach geführt. Zusätzlich ist in den Plänen ein Pier zum Meer vorgesehen.
„Aarvak“ befindet sich derzeit in einem schlechten Zustand, und es sind noch umfangreiche Restaurierungsarbeiten nötig. Das neue Gebäude wurde so konzipiert, dass diese Arbeiten in den neuen Räumlichkeiten fortgesetzt werden können.
Mehrere Zwecke
„Es handelt sich hierbei in erster Linie um ein Konservierungsgebäude“, sagt der regionale Restaurator Ivar Gunnar Braaten, aber er glaubt auch, dass der neue Anbau des Ishavsmuseet für Ausstellungen und andere Zwecke genutzt werden kann.
Es wird wichtig sein, Kommunikationselemente mit Filmmaterial und Ton zu verknüpfen. Wir werden die Möglichkeit haben, das Gefühl, im Eis zu sein, viel intensiver zu erleben als heute, glaubt er.
– Das Gebäude wird Brandal und dem Ishavsmuseet als Besucherattraktion eine wesentlich größere Bedeutung verleihen als es heute der Fall ist, sagt Haakonsholm.
Herbst nächsten Jahres
Die Kosten des Projekts werden bisher auf rund sechs Millionen Kronen geschätzt. Die Finanzierung ist noch nicht gesichert, doch die Arbeiten zur Schaffung der finanziellen Grundlage für das elegante Bootshaus beginnen nächste Woche. Das Museum, das sich an private und öffentliche Akteure richtet, hat vom Storting Signale erhalten, dass die Baupläne möglicherweise aus dem Staatshaushalt gefördert werden.
„Das Projekt wird die arktische Umwelt in ganz Südnorwegen repräsentieren“, sagt Haakonsholm, der plant, im Herbst nächsten Jahres mit dem Bau zu beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Gebäude Anfang 2006 fertiggestellt sein. Die Pläne wurden bereits von der Gemeinde und dem zuständigen Naturschutzbeauftragten genehmigt.
Das Arktisschiff „Aarvak“ wurde 1912 gebaut und erreichte Brandal 1916. Es unternahm seine letzte Reise 1981 und wurde anschließend außer Dienst gestellt. Die Stiftung „Ishavsmuseet Aarvak“ kümmerte sich um das Schiff und bewahrte es. 1998 wurde es in Brandal an Land gesetzt.