Polarabend über die Ellsworth-Expeditionen

Neuer Polarabend im Ishavsmuseet:
Die Ellsworth-Expeditionen
Zum ersten Polarabend des Jahres im Ishavsmuseet am 23. Januar um 19:00 Uhr wird Kenneth Staurset Fåne das Ishavsmuseet besuchen und über die Ellsworth-Expeditionen in der Antarktis sprechen.

Das Schiff „Wyatt Earp“, stationiert in Ålesund und als Expeditionsschiff in die Antarktis eingesetzt. Das Foto stammt aus dem Fotoalbum von Harald Holmboe. Harald Holmboe nahm zwischen 1933 und 1936 an Lincoln Ellsworths Antarktisexpeditionen an Bord der „Wyatt Earp“ (ehemals „Fanefjord“) teil. Das Schiff wurde 1918/1919 bei Bolsønes Verft gebaut.

Die „Ellsworth Trans-Antarctic Flight Expedition“ war der Name von vier Polarexpeditionen in die Antarktis. Sie wurde von dem wohlhabenden Amerikaner Lincoln Ellsworth und dem australischen Polarforscher Sir Hubert Wilkins geleitet. Ellsworth und Wilkins wollten als Erste den Südpol von Küste zu Küste überfliegen.

Der Plan war, die damals noch unbekannte Landschaft des antarktischen Kontinents zu kartieren und herauszufinden, ob der Südpol ein einziger großer Kontinent oder in mehrere, durch Fjorde getrennte Kontinente unterteilt war. Für Ellsworth und Wilkins bedeutete dies auch viel Ehre und Ruhm. Was viele jedoch nicht wissen: An diesen vier Expeditionen nahmen 29 Norweger teil, viele von ihnen aus Sunnmøre. Das Expeditionsschiff hieß ursprünglich „Fanefjord“ und wurde 1933 in „Wyatt Earp“ umbenannt. Es gehörte der Wyatt Earp A/S Ltd., deren Besatzung aus Axel Holm, Ålesund und Lincoln Ellsworth bestand. Das Schiff hatte seinen Heimathafen in Ålesund.

Der Referent Kenneth Staurset Fåne, Leiter der Romsdal Historical Society und Restaurator am Romsdal Museum, wird über die Expeditionen von 1933 bis 1939 sprechen. Er hat seit 2018 umfangreiches Material zu diesem Thema und insbesondere zu den Ellsworth-Expeditionen zusammengetragen. Ein Schwerpunkt des Vortrags liegt darauf, die Besatzungsmitglieder vorzustellen und den Verlauf dieser Expeditionen zu schildern.

Der Vortrag dauert etwa eine Stunde, und wie üblich findet im Anschluss ein Abendessen im Museum statt. Diesmal gibt es Entenconfit mit feinen Beilagen und Panna Cotta zum Dessert. Anmeldung zum Abendessen. Tickets erhalten Sie hier: