Robbenjagd damals und heute.

Am Freitag, dem 20. Februar, besucht der Arktis-Veteran Bjørne Kvernmo aus Alta das Ishavsmuseet. Bjørne fischt seit 1973 in der Arktis und ist ein erfahrener Fischer, Schütze und Kapitän. Mit über 40 Jahren Erfahrung ist er immer noch aktiv auf dem Arktischen Ozean. Er war mit den Schiffen Norvarg, Heimen, Veslemari, Arnt Angel, Harmoni, Polarstar, Polarfangst, Polarboy und Havsel im Arktischen Ozean unterwegs. Heute ist er Kapitän und Fischer auf der Havsel. In den letzten Jahren fischte er im Westeis, verfügt aber über Erfahrung in allen Fanggebieten.

Nach 41 Jahren Robbenjagd könnte 2015 das Ende für den arktischen Seemann und Robbenfänger Bjørne Kvernmo bedeuten. Die Regierung Solberg hat in diesem Jahr die Unterstützung für diese traditionelle Branche eingestellt, was den Fortbestand erschwert. Als Kvernmo 1973 im Arktischen Ozean begann, waren noch etwa 30 Robbenjagdschiffe mit 500 Mann Besatzung im Einsatz, und es waren noch die kleinen Holzschiffe, die den Markt dominierten. Sollte er sich entscheiden, in diesem Jahr ins Eis hinauszufahren, könnte er das einzige Schiff im Arktischen Ozean sein.

Im Jahr 2014 kamen Bjørne und Havsel nach Süden und lieferten ihren Fang in Tjørvåg ab.

Bjørne zeigt sich beeindruckt von den Leistungen des Ishavsmuseets in Brandal und freut sich darauf, dort einen Vortrag zu halten. Im Rahmen seines Vortrags wird er sowohl Bilder als auch Filme zeigen.

 1990 veröffentlichte er das Buch „Selfangsten, en utdøende tradisjon?“ (Seehundjagd, eine aussterbende Tradition?). Ein hervorragendes Buch mit vielen interessanten historischen Informationen zur Seehundjagd. Am Ende zieht er Bilanz über den ganzen Wirbel, mit dem die Seehundjagd zu kämpfen hatte. Nachdem ein Seehundjagdinspektor nach der Saison 1988 erneut für Aufsehen gesorgt hatte, diskutierte Bjørne leidenschaftlich in den Medien. Er schrieb auch einen Brief an den schwedischen König Karl Gustav und lud ihn zu einer Seehundjagd ein, nachdem der König die norwegischen Methoden der Seehundjagd und -tötung kritisiert hatte. Hat er eine Antwort erhalten? Vielleicht erfahren wir es am Freitag, den 20. Februar, im Ishavsmuseet.

Bjørne ist außerdem aus verschiedenen Fernsehsendungen bekannt, in denen er als Prominenter, Eispilot und Skipper bei mehreren Expeditionen mitgewirkt hat.

Im Ishavsmuseet spricht er über „Robbenjagd damals und heute“.

Im Anschluss an Kvernmos Vortrag lädt das Ishavsmuseet Sie zu „Kabeljau-Muscheln“ mit frischem Kabeljau, Leber, Jakobsmuscheln und Rogen ins Museumscafé ein. Anmeldung erforderlich.