Willkommen zur ersten POLARNACHT des Jahres!

Mittwoch, 25. Januar, 19:00 Uhr. Der Direktor des Frammuseet, Geir Kløver, eröffnet ein ereignisreiches Museumsjahr in Brandal. Das Ishavsmuseet wird sich 2012 intensiv mit der Vermittlung der Polargeschichte befassen und plant zahlreiche spannende Veranstaltungen.

Der erste Redner am Mittwoch, dem 25. Januar, ist Geir Kløver, Direktor des Fram-Museums in Oslo. Kløver ist Experte für Nansen/Amundsen und die großen Polarexpeditionen. Er hatte ein sehr arbeitsreiches Jahr im Zusammenhang mit dem Jubiläum 2011 und reiste mit Vorträgen und Veranstaltungen um die Welt. Am 17. Januar war Kløver am Polarinstitut der altehrwürdigen Universität Cambridge, benannt nach Robert F. Scott, und gedachte dort des 100. Jahrestages von Scotts Südpol-Erreichung.

Kløver ist ein gefragter und versierter Redner. Am Mittwochabend wird er im Ishavsmuseet einen Vortrag halten. Roald Amundsen und die Südpolexpedition anhand der Tagebücher der Besatzung. Der Vortrag behandelt Roald Amundsens Südpolexpedition und ist angereichert mit Bildern aus Amundsens eigenem Vortrag sowie aus den privaten Tagebüchern und Fotoalben der Besatzung.

Die Südpoltagebücher: Am 20. Mai 2011 veröffentlichte das Fram-Museum die privaten Tagebücher der 15 Besatzungsmitglieder der Fram. Der Vortrag behandelt sowohl den Prozess der Beschaffung und Veröffentlichung dieses Materials als auch dessen Inhalt.

Die Nordpolexpedition wird zur Südpolexpedition.

Amundsen begann mit den Vorbereitungen für eine Expedition zum Nordpol. Als jedoch sowohl Frederick A. Cook als auch Robert E. Peary 1908 bzw. 1909 behaupteten, den Nordpol erreicht zu haben, änderte Amundsen heimlich seine Pläne. Die Expedition führte ihn in die Antarktis, wo er mit Scott um den Südpol wetteiferte. Amundsen erreichte den Südpol am 14. Dezember 1911, fünf Wochen vor Scott, der auf dem Rückweg verstarb. Amundsens Stärke lag in seiner gründlichen Planung, der hervorragenden Vorbereitung und der sorgfältigen Auswahl der Ausrüstung. Er war eigentlich ein inoffizieller Anführer, bevorzugte es aber, als „Chef“ bezeichnet zu werden, so Geir Kløver, Direktor des Fram-Museums.

Die Tagebücher vom Südpol.

Seitdem Amundsens Südpolexpedition 1911 weltweit gefeiert wurde, kontrollierte er die Quellen der Expedition streng. Tagebücher, Fotografien, Dokumente und Aufzeichnungen durften nicht veröffentlicht werden. So blieb es auch, bis das Fram-Museum in Zusammenarbeit mit der Handschriftensammlung der Nationalbibliothek Norwegens nun acht Bände und 2400 Seiten handgeschriebener Tagebücher von insgesamt 14 der 19 Besatzungsmitglieder der Fram herausgibt.

„Nun sind alle Tagebücher der Südpolexpedition, sowohl die in öffentlichem als auch in privatem Besitz befindlichen, veröffentlicht“, sagt Direktor Geir Kløver vom Frammuseet. Laut Kløver läuft das Projekt der Entzifferung und Neufassung bereits seit sechs Jahren.