Erfolgreicher Polarabend im Ishavsmuseet

Am Mittwoch, dem 25. Januar, versammelten sich rund 70 Teilnehmer im Unterrichtsraum des Ishavsmuseets zum ersten Polarabend des Jahres, der laut Museumsvorsitzendem Willy Nesset den Beginn eines ereignisreichen Jahres im Museum markierte.

Das Jahr begann mit dem Direktor des Fram-Museums, Geir O. Kløver, der in das arktische Dorf gereist war, um einen Vortrag über Roald Amundsen und die Südpolexpedition zu halten.

Seit sechs Jahren sammelt das Fram Museum Material und Tagebücher der Besatzung der Fram.

Seit Roald Amundsens Südpolexpedition im Jahr 1911 gefeiert wurde, kontrollierte Amundsen selbst streng das Quellenmaterial der Expedition. Tagebücher, Fotografien, Dokumente und Aufzeichnungen durften nicht veröffentlicht werden. So blieb es auch bis jetzt, bis das Fram-Museum in Zusammenarbeit mit der Handschriftensammlung der Nationalbibliothek acht Bände und 2400 Seiten handgeschriebener Tagebücher von insgesamt 15 der 19 Mitglieder der Fram-Besatzung veröffentlicht.

In einem etwa anderthalbstündigen Vortrag erhielt das Publikum einen detaillierten Bericht über die Vorbereitungen, die Durchführung und die Folgen dieser nationalen historischen Expedition. Der Vortrag enthielt zudem viele einzigartige Bilder, die zuvor nur selten gezeigt wurden.

Kløvers Erzählkunst und sein umfassendes Wissen fesselten das Publikum. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Nachdem der Applaus verklungen war und Nesset dem Redner eindringlich gedankt hatte, wurde dem Publikum noch eine weitere Überraschung geboten.

Am Ende des Vortrags wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Fram Museum und dem Ishavsmuseet verkündet. Kløver erklärte, dass beide Museen im selben Boot säßen und daher unter anderem im Bereich der Polarforschung zusammenarbeiten müssten. Diese Kooperation soll auf alle norwegischen Museen in diesem Forschungsfeld ausgeweitet werden.

Kløver äußerte zudem seine Skepsis gegenüber allen Museumszusammenlegungen, bei denen es vor allem um Bürokratie gehe. Er freute sich, dass das Frammuseet und das Ishavsmuseet trotz der staatlichen Zusammenlegungen eine solche Kooperationsvereinbarung treffen konnten.

Nesset konnte außerdem berichten, dass das Ishavsmuseet durch Karlsens Kontakte gute Verbindungen zu zwei bedeutenden Museen in Lunenburg und Halifax (Kanada) aufgebaut habe. Dies werde voraussichtlich ebenfalls zu einem Kooperationsabkommen führen.

Der Freundeskreis des Arktismuseums