Schwarzes Gold in Brandal City
Im Jahr 1916 erhielt Peter S. Brandal ein Angebot zum Kauf der Rechte zur Kohlegewinnung in dem Gebiet, das später zur Kings Bay Coal Company in Brandal City wurde, oder Ny-Ålesund, wie die Stadt heute heißt.
Ein eigener Bereich im Museum erzählt die Geschichte dieser Expedition sowie die Geschichte anderer Polarexpeditionen, die von Brandal City und Ny-Ålesund aus starteten.
Die Robbenjagdindustrie hatte sich 1916 etabliert und verkaufte ihre Produkte in ganz Europa. Mitten im Ersten Weltkrieg herrschte Kohlemangel bei den Robbenfängern. Die Lage war unhaltbar und zwang sie, eine stabile Kohleversorgung sicherzustellen. Sie hatten Kings Bay auf Spitzbergen bereits mehrmals besucht und festgestellt, dass dort Kohlevorkommen vorhanden waren. 1916 erhielt Peter S. Brandal ein Angebot zum Kauf der Rechte in Kings Bay, und für ihn gab es keinen Zweifel mehr. Peter S. Brandal rüstete seine beiden Schiffe „Polaris“ und „Signalhorn“ aus und segelte nach Kings Bay, um die Angelegenheit zu prüfen. Die Expedition war erfolgreich, und sie kehrten mit 300 Tonnen Kohle zurück. Er gab dem Ort den Namen Brandal City. Peter erkannte, wie wichtig schnelles Handeln war, und nach seiner Rückkehr wurden ihm alle Rechte und der Name Brandal City übertragen.
Nach einiger Zeit erkannte er, dass er, um das Projekt fortzuführen, weitere unternehmungslustige Leute und mehr Kapital benötigte. Er holte Michael Knutsen – ebenfalls ein Reeder im arktischen Ozean –, den erfahrenen und kompetenten Anwalt Trygve Klausen und Trygve Jervell mit. Die Rechte wurden nun auf ein neues Unternehmen namens Kings Bay Kull Comp. A/S übertragen, und drei Jahre später wurde der Name der Stadt von Brandal City in Ny-Ålesund geändert. Das Unternehmen betrieb weiterhin Kohlebergbau bis zu dem schweren Grubenunglück von 1962.

