Die Zeit der Trapper – und ihre Spuren heute.

Es ist fast 60 Jahre her, dass der letzte Trapper Nordostgrönland verließ. Nach einem halben Jahrhundert ging eine aufregende Ära zu Ende, in der norwegische und dänische Trapper an der Ostküste Grönlands ihrem täglichen Dienst nachgingen. Die Trapper verschwanden, hinterließen aber bleibende Spuren, die noch heute sichtbar sind: über 300 Trapperstationen und Hütten, die sich über das Gebiet von Mestervik bis zum Hafen von Dänemark erstrecken.

Nach sieben Jahren Forschung und über 100 faszinierenden Interviews in Norwegen und Dänemark sowie rund 1000 Briefen gelang es Peter Schmidt Mikkelsen 1994, das Buch „Nordostgrönland 1908-60. Die Trapperzeit“ zu veröffentlichen (Dänisches Polarzentrum).

Das Buch erschien vor 25 Jahren und ist seit vielen Jahren vergriffen. In der Zwischenzeit hat sich in Nordaustgrönland viel getan, auch im Hinblick auf die alten Jagdhütten. Zahlreiche neue Erkenntnisse sind ans Licht gekommen. Die Hütten wurden von der gemeinnützigen Organisation NANOK vermessen, fotografiert und mit GPS-Koordinaten versehen.

All dies hat den Autor Peter Schmidt Mikkelsen dazu bewogen, eine neue und überarbeitete Auflage seines Buches über die Trapperzeit zu veröffentlichen. Die Struktur des Buches ist im Wesentlichen dieselbe wie in der ersten Auflage, der Inhalt wurde jedoch deutlich erweitert und umfasst nun auch die jüngsten Aktivitäten der NANOK. Zudem wurden zahlreiche neue und historische Fotos hinzugefügt. Dadurch ist die neue Auflage 50 % umfangreicher als die erste. Sie enthält außerdem 1.100 Fotos, fast dreimal so viele wie die erste. Aus diesem Grund trägt die neue Auflage auch den erweiterten Untertitel „Die Trapperzeit – und ihre Spuren heute“.

Das Buch ist ein fantastisches Dokument und Nachschlagewerk über die Aktivitäten in Nordwestgrönland.