Vom Polareis zum Selbstmord in Kristiania

Hjalmar Johansen schrieb Geschichte, als er das zugefrorene Polarschiff Fram verließ, um sich mit Fridtjof Nansen zum Nordpol aufzumachen.

Der Ruhm sollte sich als zweischneidiges Schwert erweisen. Johansens Leben geriet ins Wanken, während Nansen die Nation aufbaute. Aus den Trümmern einer ruinierten Karriere, Drogenproblemen und einer zerbrochenen Ehe schöpfte er dennoch die Kraft für einen letzten verzweifelten Versuch im Polareis.

Die Biografie schildert Johansens Leben von seiner Kindheit in Skien bis zu seinem Selbstmord 1913 in Kristiania. Wir lernen einen Mann mit eisernem Willen und klaren Zielen kennen. Er ist in fast allem erfolgreich, bevor ihn ein innerer Konflikt aus dem Leben reißt.

Anhand eines intimen Porträts von Johansens Leben untersucht Wisting, warum einer der großen Helden jener Zeit im Schatten nationaler Triumphe unterging. Hier entsteht ein völlig neues Bild des Mannes, der im Schatten unserer größten Polarforscher lebte.