Elf

Eigentümer1884 S. Leleu
1889 G. L. Turner
1890 J. Hannevig
1893 J.P. Høgh
1904 A/S Elf, Nøtterøy
1906 Arne Christensen, Fredrikstad
1907 A/S Elf, Kristiania
1916 A/S Aalesunds kangst og fiske (Arne Christensen, Severin Theodor Sverre, Mathiesen, Joh. Baumann, Hugo Wetlesen, Christian Holter, Oscar Larsen und Fredrik Schuman)
1925 Gerhard Nerland und Ole Kvalsvik, Herøy
1929 Johan Melbø, Borgund
SchiffstypGaleeren
Reg. MarkeYarmouth: IH-965
1890 Drammen
1920 M 70 A
1925 M 173 HØ
1929 M 147 B
HeimathafenÅlesund - Herøy - Borgund
BaustelleJE Wilkinson Wivenhoe, Essex, England
Baujahr1884
Baustoffedrei
Länge, Baujahr69,7 Fuß
Abmessungen in Breite, Baujahr19,3 Fuß
Abmessungen in der Tiefe, Baujahr9,5 Fuß
Tonnage65 brt
68 brt
70 brt
Maschine, OriginalSiegel
Maschine, neu1906 Alpha 16 PS - 1913 Liaaen Comp. 63 Kubikmeter
KapitäneJohan Olsen (1905-1910)
Mikal Marø (1915)
Thor Olsen (1918)
Kr. Voldsund (1919)
Nikolaisen (1920)
Isak Notøy (1911-1914 und 1916)
Johan Melbo
Rekonstruktionswerft1906 in Moss, Motor eingebaut und auf Eis gelegt.
SchiffbruchSchiffbruch am 30. Juli 1932 bei Bellsund, Spitzbergen
Ergänzende Angaben

Während eines Seehechtfangs nahe Spitzbergen im Sommer 1932 begann die „Elf“ in der Nacht zum 30. Juni plötzlich Wasser aufzunehmen. Die Maschinenlüfter konnten das Wasser nicht abpumpen, und die Besatzung musste das Einholen der Leinen einstellen. Deckpumpen wurden in Betrieb genommen, und die Fahrt nach Bellsund wurde fortgesetzt. Die Segel wurden gesetzt, und die Fahrt verlief zunächst gut. Der Wasserstand stieg jedoch weiter, und die Kohle im Heck schwenkte heraus, wodurch der Kohlenstaub die Bilgen verstopfte. Das Anzünden der Kohle wurde durch das hohe Wasser erschwert, und nach einer Weile nahmen sowohl die Fahrtgeschwindigkeit als auch der Vortrieb ab. Das Leuchtfeuer erlosch allmählich, und der Wasserstand stieg weiter. Es blieb keine andere Wahl, als in die Boote zu steigen. Die zwölfköpfige Besatzung teilte sich auf zwei Boote auf. Der Kapitän hatte am Morgen einen fallenden Luftdruck festgestellt, und so ruderten sie mit aller Kraft Richtung Land, bevor ein möglicher Sturm sie einholen konnte. Nach etwa dreistündiger Ruderfahrt sichten sie Rauch von einem Boot, das jedoch auf dem falschen Kurs war und sich eher dem vermuteten Aufenthaltsort der „Elf“ näherte. Um 17 Uhr erreichten die beiden Boote Kap Borthen. Plötzlich sahen sie das Dampfschiff, das sie zuvor mit der „Elf“ im Schlepptau beobachtet hatten. Die Überlebenden entzündeten im Fjord ein Feuer in der Hoffnung, entdeckt zu werden, doch das Dampfschiff reagierte nicht. In den folgenden Tagen ruderten sie nach Bellsund und zum Isfjord, wo sie am 2. August Kontakt mit der „Inger Elisabeth“ aufnahmen, die gerade in den Fjord einlief. Die Besatzung wurde von der „Inger Elisabeth“ aufgenommen und erreichte zusammen mit der „Ingertre“ Harstad.

 

LitteraturSunnmørsposten 09.08.1932