Floren

Eigentümer1908 Hans Koppernæs, Ålesund und Severin Liavåg, Brandal
1910 Hans Koppernæs, Ålesund und Gurine Liavåg (Severins Witwe)
1911 Hans Koppernæs, Peter MP Brandal und Johs. PP Brandal
SchiffstypSegelschiff
Reg. MarkeM124A
HeimathafenÅlesund
BaustelleHans Gravdal, Sänger
Baujahr1908
Baustoffedrei
Länge, Baujahr57,1 Fuß
Längenmessungen nach der Umrechnung83,7 Fuß 1912
Abmessungen in Breite, Baujahr18,5 Fuß
Breitenangaben nach der Umrechnung18,6 Fuß 1912
Abmessungen in der Tiefe, Baujahr8,5 Fuß
Tonnage37,45 BRT 1908
71,45 BRT 1912
Maschine, OriginalSiegel
Maschine, neu1912 Liaaen MV 2-Zylinder-Kompressor 50 PS
KapitäneSeverin Liavåg (1908)
Adolf Brandal (1909)
Peter M.P. Brandal (1910-1915)
Andreas Røren (1916)
Isaac Notø (1917)
Alfred Hansen (1918)
J. Lynge (1919)
J. Tynes (1920)
Rasmus Festø (1922-1923)
Martin Berg
Rekonstruktionswerft1912 verlängert und mit neuem Motor ausgestattet
SchiffbruchSchiffbruch am 14. Juli 1924 in der Meerenge
Ergänzende Angaben

Die "Floren" war ein Neubau, als sie 1908/09 zu einer Überwinterungsexpedition nach Nordaust-Grönland aufbrach. Besatzung:

Severin Liavåg, Hjørungavåg, Kapitän und Partyschiffbesitzer

Adolf Brandal, Brandal, Schütze

Peder EP Brandal, Brandal, Trapper

Mathias L. Hjellevold, Borge auf den Lofoten, Trapper

Johannes Dreyer Larsen, Helgeland, Trapper

Baard J. Berge, Sogn, Fallensteller

Johan A. Hareide, Leines bei Bodø, Trapper

Severin Liavåg und Johan A. Hareide ertranken am 12. Mai 1909 bei der Jagd auf Eisbären auf dem Meereis.

Als die „Floren“ Ende August 1909 in Ålesund ankam, befand sich Fridtjof Nansen zufällig mit der „Veslemøy“ an Bord. Er war zu einem Besuch an Bord des Schiffes.

Sie hatten einen Fang im Wert von 4.000, der aus 20 weißen Füchsen, 12 blauen Füchsen, 28 Eisbären und 3 Wölfen bestand.

Als sie 1908 in Grönland ankamen, war geplant, den Schoner für den Winter auf Kvalrossøya an Land zu bringen. Sie stimmten dem jedoch nicht zu, und so wurde er in einer kleinen Bucht westlich von Germaniahamn auf Sabineøya eingelagert. Mehr zur Expedition finden Sie hier: https://www.ishavsmuseet.no/fortellingar/den-forste-norske-overvintringsekspedisjon-pa-nordaust-gronland/

1911 fischte die „Floren“ im Februar und März nach Kabeljau und fuhr im April mit Peter MP Brandal als neuem Miteigentümer und Kapitän in den Arktischen Ozean. Es wurden etwa 700 Fische gefangen.

Im April 1913 musste die „Floren“ in der Vesterisen-Region nach zehn Tagen im Eis wegen eines Wellenbruchs anhalten. Anschließend brachten sie die Besatzung der gesunkenen „John“ zurück.

1912 stach die „Floren“ am 20. März in See und fuhr in den Arktischen Ozean. Sie fing 1400 Robben, kehrte am 2. Mai zurück und befand sich nun auf dem Weg nach Vesterisen. Im Juni wurde sie erneut beladen und kehrte am 12. Juli zurück. Nach dem Entladen ging sie vor Island zum Heringsfang.

Im Jahr 1918 musste die "Floren" nach Hause segeln, als sie ihren Propeller verlor.

1924 fischte die „Floren“ in der Meerenge. Am 10. Juli befand sie sich ein gutes Stück im Eis und hatte 870 Robben an Bord. Der Wind frischte zu einem Sturm auf, und der Eisdruck nahm zusehends zu. In der Nacht zum 14. Juli war der Druck so stark, dass das Schiff aufgerichtet wurde und achtern Wasser aufnahm. Der Rumpf hatte sich etwa 30 Zentimeter unterhalb der Wasserlinie vom Bug gelöst, und innerhalb einer Stunde stand das Wasser trotz laufender Pumpen über allen Türen. Am Abend reichte das Wasser bis zur Mitte des Kessels, und es war sinnlos, das Schiff noch zu retten. Die Besatzung begab sich aufs Eis. Um 21:00 Uhr sank die „Floren“ auf Position 65°30' Nord und 35°45' West. Die Besatzung zog eines der Fischerboote etwa acht Seemeilen entfernt an den Eisrand. Nach einer 18-stündigen Fahrt über das Eis erreichten sie die Eiskante und die 12-köpfige Besatzung wurde an Bord der „Eisblume“ genommen.

LitteraturTagebuch nach Adolf Brandal, Isflaket, Jahresbericht der Hareid History Society.