Vorland

Eigentümer1916 AC Normann und Edv. Larsgaard, Ålesund
1924 D/S Forland A/S, Vartdal. (Elias Nørve, Elling Aarseth, Peder E. Aarseth)
SchiffstypRobbenjäger
Reg. MarkeM136A
M 16 VD
HeimathafenÅlesund - Vartdal
BaustelleTromsø Werft, Tromsø
Baujahr1916
Baustoffedrei
Länge, Baujahr92,17 Fuß
Abmessungen in Breite, Baujahr21,7 Fuß
Abmessungen in der Tiefe, Baujahr11,4 Fuß
Tonnage131,79 brt
Maschine, OriginalDampf, 130 PS, Bergens MV 2. Zyl. Kompressor.
KapitäneEdv. Rønning (1916)
Peder Trandal (1917)
Ole Hofseide (1918-1920)
Isaac Remo (1923/24)
SchiffbruchSchiffbruch im Weißen Meer am 25. April 1924.
Ergänzende Angaben

Die „Forland“ war ein Werk von Theod. Jebens, J. Austad und Chr. Johannessen, alle aus Tromsø, aber die Werft verkaufte das Schiff noch vor seiner Fertigstellung an AC Normann und Edv. Larsgaard aus Ålesund.

Das Schiff unternahm 1916 seine erste Robbenjagd. Auf der Rückfahrt von den Fanggründen lief die „Forland“ Ende Juni in dichtem Nebel vor Talknarhuk in Island auf Grund. Ein Notruf wurde abgesetzt, und der Robbenfänger „Aksla“ kam zu Hilfe und zog die „Forland“ vom Grund. Um das Schiff zu erleichtern, musste die gesamte Deckladung über Bord geworfen werden.

Beim Fischen im Kvitesjøen-See geriet die „Forland“ am 12. März 1924 in eine Eissperre. Ruderschaft und Spant waren verbogen, und direkt unterhalb des Ruderschafts hatte das Schiff ein Leck. Auch Mast und Schanzkleid waren beschädigt. Das Leck schien so groß zu sein, dass die Besatzung sich auf die Aufgabe des Schiffs vorbereitete. Als sich das Eis jedoch etwas lockerte, richtete sich das Schiff wieder auf. Das Leck wurde immer kleiner, bis das Schiff schließlich abgedichtet war. Sie fischten weiter, doch während einer weiteren Eissperre am 25. April brach die Steuerbordseite, und Wasser strömte in das Schiff. Es war nicht ratsam, das Schiff mit den Pumpen über Wasser zu halten. Kapitän Isak Remø gab den Befehl, Boote und Proviant aufs Eis zu bringen. In der Nacht zum 26. April lockerte sich das Eis, und die „Forland“ sank sofort. An Bord befand sich ein großer Fang von 2545 Fischhäuten. Das Schiffswrack befand sich bei etwa 68.30° nördlicher Breite und 40.10° östlicher Länge. Die Besatzung zog zwei Fischerboote über das Eis, und nach einer vierstündigen Fahrt, bei der beide Boote beschädigt wurden, gelang es ihnen, an Bord der „Remø“ zu gelangen.