Der Walross (I)

Eigentümer1915 O. Moene und OH Jacobsen, Ålesund
SchiffstypGaleeren
HeimathafenÅlesund
BaustelleTromsø Werft, Tromsø
Baujahr1915
Baustoffedrei
Länge, Baujahr73,2 Fuß
Abmessungen in Breite, Baujahr20,8 Fuß
Abmessungen in der Tiefe, Baujahr8,5 Fuß
Tonnage71,67 BRT 1915
Maschine, Originalfeucht
KapitäneJohan Kvitnes (1915)
E. Rønning (1917)
Strandmann (1918)
SchiffbruchSchiffbruch in Vestisen am 23. Juni 1919
Ergänzende Angaben

Die erste Robbenjagd-Expedition führte 1915 nach Austisen. Sie kehrten mit 1300 Königsrobben und 230 Fässern Tran zurück. Nach dem Entladen ging die Reise weiter nach Stretet.

1918 fischte die „Hvalrossen“ auf der Onasee nach Heringen, als sie von Backbord in einen schweren Seegang geriet. Ein Block, der im Maschinenraum auf einem Regal stand, stürzte herab und beschädigte die Umwälzpumpe, wodurch der Motor ausfiel. Die Besatzung konnte ihn zwar notdürftig reparieren, sodass der Motor wieder lief, musste ihn aber regelmäßig zum Abkühlen abstellen. Auch die Segel wurden durch den Sturm beschädigt. Schließlich erhielten sie Hilfe von der „Dag“, die sie nach Ålesund schleppte.

Am 19. Juni 1919 entdeckte die Besatzung beim Fischen in der Meerenge abends, dass das Schiff Wasser aufnahm. Sie waren zuvor am Tag mit dem Propeller in einer Eisscholle gewesen, hatten aber keine Schäden festgestellt. Das Eis war dick, und das Schiff saß zeitweise fest. Die Bilgepumpe konnte das Wasser nicht mehr abpumpen, daher legte die Besatzung zusätzliche Säcke an. Das Leck befand sich im Bereich der Propellerhülse.

Von der „Walrus“ werden Pfeifen geblasen und Kanonen abgefeuert, um um Hilfe zu rufen.

Die Flagge wird auch gehisst, um andere Schiffe auf die eigene Notlage aufmerksam zu machen. Doch niemand registriert das Notsignal.

Am nächsten Tag versuchen sie, das Schiff abzudichten, was etwas hilft. Nun gelingt es ihnen, es nur noch mit der Pumpe über Wasser zu halten. Sie ziehen das Schiff auch mit Eisschleppern vorwärts. Am darauffolgenden Tag gelingt es ihnen, mithilfe des Segels aus dem Eis zu kommen. Sie versuchen, den Motor zu starten, doch das Leck vergrößert sich erneut. Am 22. Juli treffen sie auf ein anderes Schiff und bitten um Schlepphilfe nach Island. Doch dieses Schiff ist klein und hat nur wenige Treibstoffvorräte. Stattdessen helfen sie ihm, eine Ansammlung von Schiffen weiter östlich zu erreichen. Dort treffen sie auf die „Remø“, die ihnen anbietet, sie nach Island zu schleppen. Zunächst läuft alles gut, doch mit zunehmendem Wind vergrößert sich auch das Leck. Als auch noch die Umwälzpumpe ausfällt, steigt das Wasser rapide an. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als in die Beiboote zu steigen und zur „Remø“ zu gelangen. Fünf Stunden später ist die „Hvalrossen“ in den Tiefen des Meeres verschwunden.