Der Eisvogel
| Eigentümer | 1918 Fugleberg & Tøsse, Brattvåg 3/4 und Johan O. Nordstrand 1/4 1923 Thor Tøsse 1924 Thor Tøsse, Johan O. Nordstrand und Olav Dyrnes 1929 Alfred Follestad, Ålesund, Ivar J. Rudi und Johan J. Rudi, Ørsta |
| Schiffstyp | Motorschneider |
| Reg. Marke | M 112 H. |
| Heimathafen | Brattvåg - Ålesund |
| Baustelle | Lars Brastad Jr. Bootsbau Vestnes |
| Baujahr | 1918 |
| Baustoffe | drei |
| Länge, Baujahr | 64,4 Fuß |
| Längenmessungen nach der Umrechnung | 67,4 Fuß |
| Abmessungen in Breite, Baujahr | 17,9 Fuß |
| Abmessungen in der Tiefe, Baujahr | 7,3 Fuß |
| Tonnage | 48,73 brt |
| Maschine, Original | Bolinder 50 PS |
| Kapitäne | Isak Notø (1918-1922) Olaf Dyrnes (1923) |
| Schiffbruch | Schiffbruch im Weißen Meer am 6. April 1929 |
| Ergänzende Angaben | Erste Teilnahme an einer Robbenjagd im Jahr 1918. Auf dem Weg zur Robbenjagd im Weißen Meer lief die „Isfuglen“ 1929 bei Rørvik im Schnee auf Grund. Das Schiff war nachts ausgelaufen, als der Wind zu einem starken Sturm auffrischte. Aufgrund von Maschinenproblemen konnte das Schiff nicht mehr am Stranden gehindert werden. Glücklicherweise stellte sich jedoch heraus, dass das Schiff auf feinem Lehmboden aufgelaufen war und nur ein Teil des Strohkiels fehlte, sodass die Fahrt fortgesetzt werden konnte. Am 27. März erreichten sie die Eiskante vor Kap Svatoj, und das Schiff begann sofort, sich durch das Eis zu kämpfen. Das Eis war dicht, lockerte sich aber mit jeder Strömungsänderung. Doch auch hier konnten die Strömungen gefährlich sein, und die „Eisvogel“ wurde von der Strömung ziemlich nah ans Ufer bei Kachkov getrieben, wo das Schiff am 2. April festfror. Sie lagen drei Tage lang so da, bevor ein Teil des Eises weggespült wurde, aber sie wurden dabei einigen Verdrehungen ausgesetzt. In der Nacht zum 6. April saß die „Isfuglen“ noch immer fest, doch um 1:00 Uhr brach das Eis an der gesamten Steuerbordseite ab und der Druck auf die Bordwand nahm zu. Um 2:00 Uhr trieb dann eine große Eisscholle heran und traf die gesamte Steuerbordseite vom Hauptlukeneingang bis zur Mitte des vorderen Kabinenbereichs.
Angesichts der massiven Schäden war der Besatzung klar, dass das Schiff sinken würde, sobald das Eis brach. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als Proviant und Kleidung zu sammeln, um sich über das Eis fortzubewegen. Am 6. April um 09 Uhr morgens sank die „Isfuglen“, und die Schiffbrüchigen machten sich auf den Weg über das Eis in Richtung des etwa 3 bis 4 Kilometer entfernten Leuchtturms von Gorodetskij. Sie erreichten ihn um 17 Uhr. |

