Kapflora
| Eigentümer | 1917 Bernhard M. Thalberg, Ålesund 1919 Paul Vaagsholm, Fosnavåg 1921 Paul Vaagsholm und Peder Andresen Korsfur |
| Schiffstyp | Robbenjäger |
| Reg. Marke | M 58 HØ |
| Heimathafen | Ålesund - Herøy |
| Baustelle | Skaaluren-Schiffbau, Rosendal |
| Baujahr | 1917 |
| Baustoffe | drei |
| Länge, Baujahr | 90,9 Fuß |
| Längenmessungen nach der Umrechnung | 93 Fuß - 98 Fuß |
| Abmessungen in Breite, Baujahr | 21,4 Fuß |
| Abmessungen in der Tiefe, Baujahr | 10,1 Fuß |
| Tonnage | 114,41 brt 124 brt |
| Maschine, Original | 2 Zyl. komp. J. Storviks MV, Kristiansund, 100 PS |
| Kapitäne | Peder Andresen Krosfur (1919-1924) Otnes (1922) |
| Schiffbruch | Schiffbruch im Weißen Meer am 25. April 1924 |
| Ergänzende Angaben | Zum Zeitpunkt des Untergangs befand sich die „Godøy“ nur 500 Meter entfernt. Die Besatzung der „Kap Flora“ konnte die „Godøy“ in der Schneewehe nicht finden und bahnte sich ihren Weg über das Eis zur Küste von Murmansk. Die Besatzung der „Godøy“ erfuhr erst nach ihrer Ankunft in Tromsø vom Untergang. 1921 wurde die „Kap Flora“ zusammen mit dem Dampfschiff „Remø“ und dem Motorschiff „Polargutten“ im Weißen Meer aufgebracht. Sie wurde nach Archangelsk gebracht und dort bis zum Spätherbst desselben Jahres festgehalten. Die Besatzung befand sich in Vardø und übernahm das Schiff im November/Dezember in Archangelsk. 1922 fuhren die Schiffe „Kap Flora“ und „Sælbarden“ nach der Auerhuhnjagd in der Dänemarkstraße nach Ostgrönland, um dort lebende Moschusochsen und Eisbären zu jagen. Die „Kap Flora“ erlegte sechs lebende Moschusochsen, die „Sælbarden“ sieben. Neun dieser Tiere wurden an Zoos in Philadelphia, Washington und New York verkauft. Mehr zur Lebendfangaktion der Moschusochsen finden Sie hier: https://www.ishavsmuseet.no/blogger/moskus-fra-gronland/ Beim Fischen auf dem Kvitesjøen-See im Jahr 1923 verlor das Schiff einen seiner Männer. Er sollte eine Robbe bergen, die auf einer Eisscholle erschossen worden war, und sprang von der Leine. Niemand von der Besatzung sah, was passiert war, aber sie hörten ihn ins Meer fallen. Sie warfen ihm einen Bambusstrohhalm zu, aber er erreichte ihn nicht. Sie ließen so schnell wie möglich ein Fischerboot zu Wasser, aber bevor es ankam, war der Mann verschwunden. Im Jahr 1924 befand sich die „Cape Flora“ mit vollem Fang auf dem Weg aus dem Weißen Meer, als am 24. April ein Sturm aufzog. Am Nachmittag drückte das Eis von Steuerbord gegen das Schiff und drehte es gleichzeitig um, wodurch es schwer beschädigt wurde. Die Strömung trieb das Schiff in Richtung Kap Orlow und damit verbundener starker Druck von der Küste. Die Lage spitzte sich so sehr zu, dass die Besatzung ihre Habseligkeiten zusammenpackte und sich darauf vorbereitete, über das Eis zu laufen. Am Abend krachte das Eis auch von Backbord gegen das Schiff, und die „Cape Flora“ lag mit Schlagseite nach Backbord. Man konnte hören, wie das Wasser in den Bug schwappte. Am Morgen des 25. April war das Schiff nahe ans Land bei Kap Terki getrieben worden, doch als sich das Eis erneut in Bewegung setzte, folgte es der Strömung wieder hinaus in Richtung Kap Orlow. Am nächsten Morgen gab es eine weitere starke Eisdrift, die die Propellerhülse und den Bug brach, wodurch auch dort Wasser eindrang. Die Besatzung erkannte die kritische Lage und beschloss, das Schiff zu verlassen, sich aufs Eis zu begeben und an Land zu gehen, solange das Eis noch dick genug zum Begehen war. Sie vermuteten, dass das Schiff so stark beschädigt war, dass es sinken würde, sobald das Eis nachließ. Nach einer Stunde beschwerlichen Marsches über das Eis erreichte die Besatzung den Leuchtturm von Orlow, wo sie freundlich empfangen wurde. Vom Leuchtturm aus konnten sie beobachten, wie das Schiff von der Strömung hin und her getrieben wurde, doch am Morgen des 26. April sahen sie nichts mehr davon. Die Russen konnten bestätigen, es zuletzt am 25. April um 19:00 Uhr gesehen zu haben. Als die "Kap Flora" sank, befanden sich 3368 Robben an Bord. |

