Eisen
| Eigentümer | 1907 unbekannt 1915 A/S Sild og Sæl, (Kaufmann OS Solberg, Lavangen) 1920 Ibestad Sparkasse 1923 A/S Herring & Seal |
| Reg. Marke | T 34 H (1920) T 142 I (1923) |
| Heimathafen | Harstad - Ibestad |
| Baustelle | Stord |
| Baujahr | 1907 |
| Baustoffe | drei |
| Länge, Baujahr | 65,7 Fuß |
| Abmessungen in Breite, Baujahr | 18 Fuß |
| Abmessungen in der Tiefe, Baujahr | 7,3 Fuß |
| Tonnage | 45 brt |
| Maschine, Original | Siegel |
| Maschine, neu | Bolinder 80 PS |
| Kapitäne | J. Bendigsen (1918) Ole Bendigsen (1916–1923) |
| Rekonstruktionswerft | 1915 für die Robbenjagd ausgerüstet. |
| Schiffbruch | Schiffbruch in der Nordisen am 23. Juni 1923 |
| Ergänzende Angaben | 1915 für die Abdichtung umgebaut. Schiffbruch bei Moffen 1923, Besatzung von „Fredrikke“ gerettet. Bevor sie in die Nordsee fuhren, hatte das Schiff in Kvitesjøen gefischt. Nachdem sie dort acht Tage im Packeis festgesessen hatten, beschlossen sie, nicht wieder ins Eis zu fahren, sondern stattdessen in der Nordsee Robbenfang zu versuchen. Sie steuerten die Westseite Spitzbergens an und fuhren nordwärts durch den Forlandssundet. Nördlich von Spitzbergen wurden sie vom Eis eingeschlossen, und egal wie sehr sie sich auch bemühten, ins Eis zu gelangen, es half nichts; das Eis schloss sich immer enger um das Schiff. Schließlich befand sich nur noch der Kiel unter dem Eis, und sie befestigten Planken an den Seiten, damit es nicht kenterte. Die Besatzung wollte versuchen, es weiter in Richtung eines offenen Schelfeises zu bringen, und mühten sich lange mit Spitzhacken und Schaufeln ab, eine Art Kanal ins Eis zu graben. Dies gelang, und das Schiff glitt wieder ins Meer hinaus. Sie hofften nun, das Eis hinter sich gelassen zu haben, doch das Eis war unberechenbar, die Eisdrift setzte sich fort, und plötzlich war das Eis verschwunden. Das Schiff saß nun im Eis fest und war diesmal auch beschädigt worden. Ein Eisbrocken hatte sich unter das Schiff geschoben und die gesamte Propelleranlage beschädigt. Der Propeller war quer! Einer unserer Begleiter sagte: „Wir nahmen die beiden Fischerboote und die zurückgelassenen Vorräte mit. Das Schiff befand sich nun hoch über dem Eis, 3-4 Viertelmeilen westlich von Moffen.“
Wir packten die Ausrüstung und die geretteten Vorräte zusammen und zogen die Fischerboote in Richtung Land hinter uns her. Gelegentlich stießen wir auf eine Sandbank, die wir überrudern mussten. Nach etwa acht Tagen erreichten wir die Bucht von Røde und bezogen eine dortige Fischerhütte. Nur eine Stunde später fuhr ein Schiff vorbei, das auf Fischfang mit Eiern und Daunen unterwegs war, und wir baten um eine Mitfahrgelegenheit nach Green Harbour. Wir wurden aufgenommen und kamen etwa einen Tag später an. Dort blieben wir einige Tage, bis das Boot „Fredrikke“ des Geophysikalischen Instituts vorbeikam und uns zurück nach Harstad brachte. Die Besatzung der "Raud" beim Untergang im Arktischen Ozean im Jahr 1923 Skipper Ole Kristian Hartvik Bendiksen 1. Harpunier Karl Jensen, Tromsø
Maschinist Ragnar Nilsen, Bjørnskinn, Risøyhavn Maschinenvereinigung Arthur Johansen, Tennevold, Lavangen Küchenchef Odd Olsen, Hamvik Seemann Seberg Nilsen, Bearskin, Risøyhavn Thoralf Nilsen, Bärenfell aus Risøyhavn Andor Olsen, Seljestad, Harstad Hans Olsen, Godfjord in Kvæfjord Svend Bendiksen, Godfjord im Kvæfjord
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| Litteratur | Kristiansen: Arktische Ozeanschifffahrt von Gratangen und Ibestad |

