Sjannoy

Andere NamenPolaraufnahme 1975
Eigentümer1949 P/R Sjannøy, Ulsteinvik von Oskar Garnes (Oskar Garnes, Sigurd Remøy, Knut O. Garnes, Knut N. Garnes und Hans K. Haddal)
1954 P/R Sjannøy, Ulsteinvik v/Oskar Garnes (Oskar Garnes, Sigurd Remøy, Knut O. Garnes)
1967 Ole und Kjell Garnes, Ulsteinvik
1975 Paul Stark, Tromsø
SchiffstypRobbenjäger
Reg. MarkeM-41-U
T-9-T
HeimathafenUlsteinvik - Tromsø
BaustelleErik Lindstøl, Søndeled, Risør – Gebäudenr. 236
Baujahr1949
Baustoffedrei
Länge, Baujahr104,7 Fuß
Längenmessungen nach der Umrechnung112,7 Fuß
Abmessungen in Breite, Baujahr24,3 Fuß
Abmessungen in der Tiefe, Baujahr11,6 Fuß
Tonnage188,09 BRT 1949
204 brt
Maschine, OriginalCrossley 450 PS
Maschine, neu1967 Wichmann 750 PS
KapitäneOscar Garnes
Jon Hamar
Ole Garnes
Paul Stark
Rekonstruktionswerft1965 zusammengebauter Leistungsblock
1967 wurde eine neue Maschine in der mechanischen Werkstatt von Smedvik installiert.
1969 eingebaute Gangways achtern
1970 Modernisierung auf der Myklebust-Werft, Verstärkungsplatten am Bug, Eisflossen, neuer Hilfsmotor und neue Steuerung, neue Heckruder und neues Kombüsendeck.
SchiffbruchSchiffbruch in Vestisen am 16. April 1980
Ergänzende Angaben

Der Name „Sjannøy“ stammt von Shannonøya in Ostgrönland. Es war Helene Lindstøl, die dem Schiff diesen Namen gab, als es im Januar 1949 vom Stapel lief.

Die erste Robbenfangreise fand 1949 statt, doch die Besatzung kam verspätet und erreichte Neufundland erst am 3. April. Nach wenigen Tagen wurde der Propeller beschädigt: Ein Blatt brach, die Welle verbog sich. Trotzdem setzte die Besatzung ihre Fahrt langsam fort. Nach Ende der Saison schleppte die „Veslekari“ das Schiff aus dem Eis, und mit vorsichtiger Unterstützung des Motors segelte die Besatzung zurück nach Hause. Sie hatte etwa 4000 Robben gefangen.

Im Jahr 1952 nahm die „Sjannøy“ die Besatzung der „Vestis“ auf, die in der Vesterisen gesunken war.

Im Jahr 1966 kollidierten die Schiffe „Sjannøy“ und „Furenak“ in der Vesterisen.

Im Jahr 1970 unternahm die „Sjannøy“ eine Rekordreise mit 3500 Hüten in nur 16 Tagen.

1975 wurde das Schiff an Paul Stark in Tromsø verkauft.

1980 stach das Schiff zu seiner letzten Reise in See. Am 26. März, nach nur wenigen Tagen Fischfang, brach die Zugstange, wodurch sich der Propeller nicht mehr drehen ließ. Eine neue Zugstange wurde per Flugzeug aus Norwegen geschickt und über den Vesterisen abgeworfen. Am selben Tag wurden auch einige Eisenplatten beschädigt, die außerhalb des Eisschildes in der Wasserlinie an Steuerbord lagen. Wenige Tage später wurden weitere Eisplanken beschädigt. Das Hilfsschiff „Harmonie“ kam zur Reparatur. Kurz nach Mitternacht am 16. April drang plötzlich Wasser in den Maschinenraum ein. Das Schiff hatte gerade die Eiskante verlassen und war ins offene Meer hinausgefahren. Alle Bilgepumpen wurden gestartet, konnten das Wasser aber nicht abpumpen. Andere Schiffe in der Nähe wurden gewarnt, und die „Polstjerna“ und die „Heimen“ trafen als erste ein. Die ersten neun Besatzungsmitglieder hatten sich in ein Fischkutter gerettet. Als die letzten drei Schiffe ablegten, stand das Wasser bis weit über das Heck des Schiffes. Nur das Steuerhaus und der Bug ragten noch aus dem Wasser. Die Besatzung des Wracks ging an Bord der „Polstjerna“ und wurde anschließend vom Hilfsschiff „Harmoni“ aufgenommen. Um 9:05.00 Uhr kenterte die „Polarfangst“ und sank mit dem Bug voran in die Tiefe. An Bord befanden sich 1320 Robben. Der Untergang ereignete sich auf Position 69.26° Nord und 17.27° West.

LitteraturEis, Skuter und Menschen, https://www.ishavsmuseet.no/produkt/is-skuter-og-folk-isflaket-10-ar/ Isflaket