Taakeheimen

Andere NamenLucinda Lowell
Eigentümer1899, unbekannter Besitzer
1917 Ludolf Schjelderup, Skånland/Bodø
1925 Schjelderups Seal Trading Company A/S (Thomas Schjelderup) Skånland
Reg. MarkeN 30 BN
HeimathafenSkånland/Bodø
BaustelleEssex, Massachusetts, USA
Baujahr1899/1900
Baustoffedrei
Länge, Baujahr90,7 Fuß
Längenmessungen nach der Umrechnung100 Fuß
Abmessungen in Breite, Baujahr22 Fuß
Breitenangaben nach der Umrechnung24,4 Fuß
Abmessungen in der Tiefe, Baujahr9,3 Fuß
Tiefenmessungen nach der Rekonstruktion11 Fuß
Tonnage119 brt
Maschine, OriginalEchtes Siegel
Maschine, neuAvance 2 Zylinder 92 PS
KapitäneLudolf Schjelderup (1917)
Hans Olsen (1919, 1923)
I. Winje (1924)
Ingvald Johannessen
RekonstruktionswerftDie Bodø-Werft wurde 1917 zu einem Robbenfänger umgebaut.
SchiffbruchSchiffbruch am 7. Juni 1926 in der Meerenge
Ergänzende Angaben

Das Schiff wurde bei der Gefangennahme beschädigt, die Besatzung jedoch von der „Staalis“ aufgenommen und nach Reykjavik gebracht.

Hans Reynolds, der als Tourist mit dem Forschungsschiff „Polaruv“ in der Dänischen Straße von Ostgrönland unterwegs war, berichtet von einer Begegnung mit der „Taakeheimen“ vor Angmagssalik im Jahr 1923:

Die „Taakeheimen“ kam unter uns hindurch, und der Kapitän kam zu einem Besuch an Bord. Als er wieder von Bord ging, wurde ich eingeladen, ihn zu begleiten und mir einige Deckengemälde in der Kabine anzusehen. Es stellten sich heraus, dass es sich um mehrere gute Bilder aus dem Fischereigebiet handelte, darunter: ein Utkiksmand im Fass, die „Taakeheimen“ auf offener See, Schüsse auf eine Eisscholle, ein Fang vom Boot aus (man kann den Schützen voraus und die Robben im Boot auf dem Eis sehen), ein Bär, der auf eine Eisscholle klettert, und schließlich der Handelsposten Skaanland bei Bodø, zu dem das Schiff, wie die „Polar Wolf“, gehört. Die „Taakeheimen“ hatte schöne, geräumige Kabinen an Deck. Sie ist nicht für die Robbenjagd gebaut, sondern war zuvor ein Fischereischiff in Neufundland.

*

Als die „Taakeheimen“ 1919 mit den Dänen an der Ostküste war, erhielten sie ein Bärenjunges als Gegenleistung für die Bezahlung, falls sie es lebend nach Kopenhagen bringen würden. Doch das misslang. Vor Norwegen sprang der Bär über Bord und landete auf Karmøen, wo er wild wurde und einige Pfleger beinahe zu Tode erschreckte, als er auftauchte. Ein entschlossener Mann kam hinzu und erschoss den Eisbären.

(Bergens Tidene Zeitung, 12. November 1923)